Larven und Raupen an der Decke: was tun?

Larven und Raupen an der Decke: was tun?

Wie eklig! Du willst Dich nach deiner Arbeit entspannen und plötzlich siehst Du Larven, Raupen oder ähnliches Getier an deiner Decke. Keine Sorge, wir haben die idealen Lösungen für dieses Problem parat.

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Maden einsammeln

Sobald du Larven, Raupen oder Maden an deiner Decke entdeckst, ist schnelles Handeln gefragt. Die Jungtiere weisen nämlich auf das Bestehen eines Nests hin, das unbedingt entfernt werden muss. Die Ursachen für die Ansiedlung sind zahlreich und es wird sich aller Wahrscheinlichkeit nach um eines der folgenden Insekten handeln:

  • Lebensmittelmotten
  • Kleidermotten
  • Mehlkäfer
  • Speckkäfer

Auf den ersten Blick sind diese nicht wirklich zu unterscheiden, bis auf den Speckkäfer. Raupen des Speckkäfers sind nicht weiß oder beige wie die anderen Insekten, sondern hellbraun bis schwarz und übersät mit Borsten. Von den genannten sind Speckkäfer am seltensten und Lebensmittelmotten am häufigsten anzutreffen. Sammle unbedingt alle Maden ein, die du finden kannst und entsorge sie im Müll oder setze sie weit weg aus. Ziehe dir vorher Handschuhe an und fege sie einfach mit einem Handbesen in einen Müllsack oder sauge sie mit dem Staubsauger weg. Sie vorher abzutöten ist nicht empfehlenswert, da sie an der Decke hängen. Suche anschließend nach Anzeichen eines Nests, zum Beispiel kleinen Löchern oder Spalten. Nachdem du die Maden entfernt hast, solltest du unbedingt den Platz an der Decke säubern und gegebenenfalls das gesamte Nest entfernen, wenn du es gefunden hast. Ebenso sollte der befallene Raum, in diesem Fall meistens die Küche, einer Komplettreinigung unterzogen werden. Essigreiniger sind an dieser Stelle besonders empfehlenswert, da sie aufgrund der Säure Rückstände und übersehene Eier komplett vernichten. Lüfte am Ende einfach gut, um den Gestank aus dem Raum zu bekommen.

Nahrungsquellen entfernen

Lebensmittelmotten siedeln sich meist nicht in deinen vier Wänden an, indem sie bewusst einen Zugang suchen. Meist werden sie über trockene Lebensmittel wie Hülsenfrüchte, Mehl oder Reis eingeschleppt und können sich dort ohne Probleme vermehren. Eine ähnliche Nahrung verfolgen Mehlkäfer, doch siedeln sich diese von selbst an. Speckkäfer dagegen sind auf der Suche nach bereits zersetzten Nahrungsquellen, denn sie bevorzugen vergammelte Fleisch- und Wurstwaren. Die Raupen und Larven sind immer in der Nähe einer Nahrungsquelle zu finden, da sie von ihrem Nest zu diesen wandern. Nur darum siehst du sie überhaupt an deiner Decke. Die folgenden Tipps helfen dir dabei, deine Küche uninteressant für die Insekten zu machen:

  • trockene Lebensmittel gut verschlossen lagern
  • empfehlenswert sind Plastikbeutel und Schüsseln mit Deckel
  • leicht verderbliche Lebensmittel so schnell wie möglich verbrauchen
  • nicht zu lange lagern oder weniger einkaufen
  • Bioabfall regelmäßig leeren
  • nicht mit dem Abwasch zu lange warten

Überprüfe zudem all deine Vorräte und Schränke auf mögliche Nester oder versteckte Maden. Selbst in gut verschlossenen Behältern können sich noch welche finden. Inspiziere alles so gründlich wie möglich.

Zugänge verschließen

Wurden die Maden, Larven und Raupen beseitigt, solltest du unbedingt alle Zugänge verschließen. Dazu gehören vor allem die folgenden:

  • Spalten und Ritzen in Wand und Decke
  • hinter Dichtungen und Sockelleisten
  • hinter oder in Türrahmen
  • Versorgungsschächte
  • Mauselöcher

Überprüfe diese unbedingt und verschließe sie so gut es geht mit Spachtelmasse oder winzigen Gittern. Die erwachsenen Tiere sollten ebenfalls keinen Zugang mehr finden. Das gelingt am besten durch die folgenden Mittel:

  • Fliegengitter
  • dichte Vorhänge anbringen
  • Türdichtungen erneuern

Merke: In Mehrfamilienhäusern kann es vorkommen, dass die Tiere einen Zugang zu deiner Wohnung über einen Nachbar haben. Falls der Verdacht besteht, solltest du das Thema unbedingt ansprechen, um die Plage loszuwerden. 

Kleidung unzugänglich machen

Wenn es sich um Kleidermottenlarven handelt, ist es wichtig, die Kleidung vor den Tieren zu schützen. Bei den Stoffen handelt es sich ebenfalls um Nahrung und vor allem Kleidungsstücke sind davon betroffen. Überprüfe deinen Kleiderschrank, deine Vorhänge oder andere Textilien auf kleine Löcher, die vorher noch nicht da waren. In diesem Fall handelt es sich um die Fraßspuren der Tiere. Auf Nummer sicher kannst du gehen, wenn das Nest nicht weit entfernt ist. Mit den folgenden Methoden kannst du deine Kleidung schützen:

  • alle Kleidungsstücke auf Madenbefall überprüfen
  • bei 60°C waschen (nach Verträglichkeit des Stoffes)
  • in Zeitungspapier oder Kunststofftüten einpacken
  • schwer zu waschende Textilien oder Stoffmöbelstücke heiß abföhnen
  • Kleidung über 7 Tage einfrieren (in Plastiktüten)

Auf diese Weise sorgst du dafür, dass die Motten keine Nahrungsquelle mehr vorfinden. Vor allem das Einpacken der Kleidungsstücke hat sich bewährt, da die Tiere Zeitungen und Kunststoff nicht durchbeißen können.

Tipp: Mit Duftbarrieren kannst du deine Kleidung und selbst andere Bereiche deiner vier Wände sowohl vor den Maden als auch den erwachsenen Tieren schützen. Lege hierfür entweder Lavendel-Duftsäckchen oder Sandelholzstücke aus oder stelle deren ätherische Öle in Schälchen auf. 

Ausgewachsene Insekten bekämpfen

Zu guter Letzt solltest du nicht vergessen, den erwachsenen Exemplaren den Garaus zu machen. Wo sich die Larven tummeln, sind die Erwachsenen nicht weit. Besonders effektiv ist das Aufhängen von Motten- und Fliegenfallen, an denen die Insekten kleben bleiben und verenden. Ansonsten musst du sie selbst einfangen und kannst sie entweder töten oder nach draußen befördern. Falls du dich für die nettere Variante entscheidest, setze sie unbedingt weiter weg von deinem Haus aus, damit sie nicht sofort wieder reinfliegen.


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